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Netflix entlässt 1.000 Mitarbeiter: Content-Chefin Bajaria geht

Netflix streicht rund 1.000 Stellen, etwa 6 Prozent der Belegschaft, und tauscht seine Content-Chefin aus. Die Co-Chefs Greg Peters und Ted Sarandos kündigten den Stellenabbau am 14. Oktober 2026 in einem Memo an. Einen Tag später folgte die Nachricht, dass Chief Content Officer Bela Bajaria das Unternehmen verlässt. Ihr Nachfolger ist der frühere Disney- und Fox-Manager Peter Rice, er übernimmt am 26. Oktober.

Wie viele Stellen streicht Netflix?

Betroffen sind knapp 1.000 Beschäftigte. Laut der Nachrichtenagentur AP ist es die größte Entlassungswelle in der Geschichte des Streamingdienstes. Beim letzten großen Abbau 2022 verloren je nach Quelle 300 bis 450 Menschen ihren Job.

Am stärksten trifft es laut dem Memo die Bereiche Produkt, Technik, Recht und Personal. Variety berichtet zusätzlich von Abgängen in der Filmsparte, darunter Film-Vizepräsident Doug Belgrad. Peters und Sarandos schreiben, das Geschäft laufe stark. Netflix müsse aber genauer festlegen, wo es Personal und Geld einsetzt.

Warum muss Bela Bajaria gehen?

Eine offizielle Begründung gibt es nicht. Sarandos dankte Bajaria in einem internen Schreiben für zehn Jahre Arbeit. Den Wechsel nennt er eine Chance, das Programm weiterzuentwickeln, besonders in den USA und Kanada.

Bajaria kam 2016 von NBCUniversal zu Netflix und leitete zunächst die Reality-Formate. 2023 wurde sie Chief Content Officer. In ihre Zeit fallen Hits wie „Bridgerton“, „Squid Game“, „Wednesday“ und „Adolescence“ sowie der Animationsfilm „KPop Demon Hunters“. Sie baute außerdem Live-Events und Sport aus, etwa die Verträge mit NFL und WWE.

Branchenmedien verbinden den Abgang mit dem langsameren Wachstum. Laut Berichten stieg die Sehdauer auf Netflix im ersten Halbjahr 2026 nur um rund 2 Prozent.

Wer ist Peter Rice?

Rice leitete jahrelang Fernsehsparten bei Fox und nach der Übernahme bei Disney. 2022 entließ ihn der damalige Disney-Chef Bob Chapek überraschend. Seitdem arbeitete er als Produzent, unter anderem an „Saturday Night“, „28 Years Later“ und „Warfare“.

Bei Netflix verantwortet Rice ab dem 26. Oktober die gesamte Programmplanung weltweit: Serien, Reality, Filme und Live-Events. Sarandos lobt ihn als einen der effektivsten Manager der Unterhaltungsbranche.

Was ändert sich für Abonnenten in Deutschland?

Kurzfristig nichts. Netflix hat keine neuen Preise und keine Änderungen am Katalog angekündigt. Fertige Serien wie „Lupin“ (Teil 4 ab 23. Oktober) starten wie geplant.

Langfristig entscheidet der neue Chef, welche Serien verlängert und welche abgesetzt werden. Das zeigt sich meist erst ein bis zwei Jahre später im Programm. Mehr Klarheit gibt es am 20. Oktober: Dann legt Netflix die Zahlen für das dritte Quartal vor, gegen 22 Uhr deutscher Zeit.

So viel kostet Netflix in Deutschland aktuell:

Tarif Preis pro Monat
Standard mit Werbung 6,99 Euro
Standard 15,99 Euro
Premium 21,99 Euro

Netflix kannst du jeden Monat kündigen. Wenn dich im Herbst nur zwei, drei Serien interessieren, buchst du einen Monat, schaust alles und pausierst danach. Welche Titel im Oktober kommen, liest du in Netflix im Oktober 2026. Was das BGH-Urteil zu Amazon für Preiserhöhungen bedeutet, steht in Amazon Prime BGH-Urteil.

Mit der Monatsfrage in StreamWert merkst du schnell, ob du Netflix im letzten Monat überhaupt genutzt hast, und kündigst, bevor das nächste Abo durchläuft.

Häufige Fragen

Wie viele Mitarbeiter entlässt Netflix?

Rund 1.000, das sind etwa 6 Prozent der Belegschaft. Netflix hat den Abbau am 14. Oktober 2026 bekannt gegeben.

Wer ist der neue Content-Chef bei Netflix?

Peter Rice, früher Manager bei Fox und Disney. Er folgt am 26. Oktober 2026 auf Bela Bajaria.

Wird Netflix jetzt teurer?

Netflix hat keine Preiserhöhung angekündigt. In Deutschland kostet das Abo zwischen 6,99 Euro (mit Werbung) und 21,99 Euro (Premium) im Monat.

Werden jetzt Netflix-Serien abgesetzt?

Dazu gibt es keine Ankündigung. Geplante Starts wie „Lupin“ Teil 4 am 23. Oktober bleiben bestehen.

Wann veröffentlicht Netflix seine Quartalszahlen?

Am 20. Oktober 2026 gegen 22 Uhr deutscher Zeit, danach folgt ein Video-Interview mit der Konzernspitze.

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